On the road

von | 10. September 2017

Strasse überflutet

Kaum sind wir von Coca aufgebrochen und wieder on the road müssen wir uns schon in Geduld üben. Am Morgen hat es stark geregnet und die Flüsse steigen hier immer gleich sehr schnell an. Die Landschaft ist stark überflutet. Wir fahren auf einer Schotterpiste am Rio Napo entlang und geniessen die tropische Landschaft. Als uns ein Bus entgegen kommt, meint Hifi noch: «Gegenverkehr ist gut, das bedeutet, dass die Strasse durchwegs befahrbar ist.»

Weit gefehlt! Denn plötzlich stehen wir an einem breiten Fluss, quer über die Strasse und keine Brücke in Sicht. Vor uns warten schon zwei Busse und ein Pickup. Der vorderste Bus steht da schon seit vier Uhr morgens – jetzt ist es 13 Uhr. Aber es müsste heute noch möglich sein, den Fluss zu queren, meinen sie. Also stellen wir uns auf Warten ein und machen es uns im Auto gemütlich, wie alle andern auch.

Nach ca. zwei Stunden ist der Wasserpegel schon merklich gesunken. Das Wasser schwillt hier wirklich unglaublich schnell an und ab. Der erste Bus wagt nun die Überfahrt. Er schafft es rüber, doch das Wasser ist immer noch etwas kritisch hoch. Die andern Pickups und wir warten lieber noch etwas länger. Nach knapp drei Stunden wagen dann auch wir die Querung und schaffen es unbeschadet ans andere Ufer.

Zum Glück gab es bei den nächsten grösseren Flüssen immer eine Brücke. Wobei eine davon ebenfalls stundenlang gesperrt war weil es sie mit Schlamm überflutet hatte. Wir hatten aber Glück, da sie kurz nach unserer Ankunft gerade fertig geräumt und wieder offen war.

Tja, was man so alles erlebt wenn man kleine Nebenstrassen wählt statt über den Highway zu brettern! Einfach Zeit sollte man genügend mit im Gepäck haben.

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