{"id":2401,"date":"2017-08-31T04:45:28","date_gmt":"2017-08-31T04:45:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/?p=2401"},"modified":"2019-01-13T13:08:02","modified_gmt":"2019-01-13T13:08:02","slug":"bei-den-witotos-zuhause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/bei-den-witotos-zuhause\/","title":{"rendered":"Bei den Witotos zuhause"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Sektion&#8220; _builder_version=&#8220;3.19.4&#8243; background_image=&#8220;https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/13_\u00a9Urs_Ecuador-II-301.jpg&#8220; custom_padding=&#8220;82px||20px|&#8220; transparent_background=&#8220;off&#8220;][et_pb_fullwidth_post_title date_format=&#8220;j. 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Das ist ein Campingplatz, der von einem deutschen Paar gef\u00fchrt wird. Dieser friedliche Ort hat sich zu einem Hotspot f\u00fcr Reisende entwickelt und wird von fast allen Durchreisenden mit Autos genutzt. Entsprechend trafen wir dort auch viele Reisende an und genossen das gesellige Zusammensein.<\/p>\n<p>Einmal machten wir noch einen kleinen Tagesausflug nach Otavalo. Dort gibt es einen riesengrossen, farbenfrohen Markt. Das war wirklich ein Besuch wert und wir kauften viele sch\u00f6ne Sachen, w\u00e4hrend wir gem\u00fctlich durch die Marktst\u00e4nde schlenderten. Die Verk\u00e4uferinnen tragen bunte Trachten und die Waren welche sie verkaufen, sind uns oft unbekannt. Wir durften aber auch viele neue Fr\u00fcchte probieren, wenn wir fragten was das denn sei.<\/p>\n<p>&nbsp;[\/et_pb_text][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;2407,2405,2406&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; admin_label=&#8220;Galerie&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;] [\/et_pb_gallery][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<p>Nach einer Woche fanden wir es dann an der Zeit, etwas weiter zu ziehen um mehr von Ecuador zu entdecken. Weit kamen wir zwar nicht.<\/p>\n<p>Wir fuhren ins Amazonasgebiet nach Coca, wo wir eine sehr spannende Tour in den Jungel machten (siehe vorheriger Bericht). F\u00fcnf Tage dauerte die Tour mit den Witotos. Danach lud uns die Familie Grefa zu sich nach Hause ein. Wir seien willkommen, um noch etwas zu bleiben, falls wir wollen. Wir wollten. Denn zum einen waren uns Enrique und Carola bereits sehr ans Herz gewachsen und ihr Zuhause direkt am Fluss ist idyllisch. Zum andern hatte Hifi Lust, mal wieder ein bisschen zu werkeln und hier gab es gaaaanz viel zu tun. Da leuchteten seine Augen gleich auf vor lauter Ideen und Tatendrang. Wir entschieden uns also, hier ein paar Tage zu bleiben und etwas zu helfen, wo wir konnten. Zum Schluss blieben wir \u00fcber eine Woche, also insgesamt etwa zwei Wochen in Coca (inkl. Amazonas-Tour).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Familie Grefa<\/strong><\/h3>\n<p>Bei der Familie Grefa wohnen Enrique und Carola und zwei ihrer T\u00f6chter, Doris und Talia. Der Sohn Freddy ist mit einer deutschen Frau, Kerstin, verheiratet und wohnt gleich nebenan in einem Haus. Sie haben zwei kleine Jungs. Alle zusammen f\u00fchren sie das Touristenunternehmen Witoto Tour, das Touren in den Jungel und auch kurze Exkursionen auf dem Fluss und zu ihnen nach Hause anbietet. Sie wohnen direkt am Fluss und bewegen sich meistens mit dem Kanu zwischen ihrem Haus und der Stadt hin und her. Ihr Zuhause ist sehr einfach eingerichtet und dennoch komfortabler als manch anderes was wir gesehen haben. Sie haben zudem einen Hausaffen, Dominga, welcher sich frei bewegt aber immer da bleibt. Sie kommt immer am Ast herunter und spielt mit einem oder freut sich \u00fcber Fr\u00fcchte. Manchmal kommen auch noch andere kleine \u00c4ffchen im Rudel vorbei und spielen ein bisschen in den B\u00e4umen herum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Es gibt viel zu Tun\u2026<\/strong><\/h3>\n<p>Am liebsten h\u00e4tte Hifi den Grefas ja eine neue Treppe vom Fluss her gebaut. Am besten gleich inklusive neuem Steg und Floss zum Anlegen. Diese Idee stiess zwar auf offene Ohren bei den J\u00fcngeren, jedoch war der Senior (Enrique) offensichtlich nicht ganz so begeistert. Das bisherige tat es ja auch noch. (Obwohl die Stufen morsch sind, das Floss fast auseinander f\u00e4llt und alles zusammen sehr gef\u00e4hrlich zu begehen ist. Und die brauchen das jeden Tag, da es der Zugang zu ihrem Zuhause ist. Zudem kommen auch alle paar Tage Touristen vorbei f\u00fcr eine F\u00fchrung\u2026)<\/p>\n<p>Also half Hifi beim Flicken des alten Kanus, welches Enrique wieder instand setzen will, wobei er viel \u00fcber Bootsbau gelernt hat. Und ich liess mich darauf ein, ihnen eine neue Website zu machen, oder zumindest dabei zu helfen. Diese ist aber leider bis jetzt noch nicht fertig und online.<br \/> Es hat uns Spass gemacht zu helfen und die Familie freute sich sehr dar\u00fcber. Doch wir stiessen auch immer mal wieder an Grenzen. Zum einen fehlt es hier einfach am Geld. Trotz der Arbeit im Tourismus verdienen die Grefas nicht sehr viel. Kerstin arbeitet als Sozialarbeiterin in einer Schule und finanziert so vieles mit.<br \/> Zudem ist die Einstellung hier so, dass man nichts an Lager hat. Man kauft immer alles erst dann, wenn man es wirklich braucht und auch dann nur genau so viel, wie man braucht. So gab es keinen einzigen Nagel oder eine Schraube im Haus um z.B. das Gartentor zu reparieren. Hifi ging also zuerst mal ein bisschen Einkaufen, und das in den n\u00e4chsten Tagen noch mehrmals.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>\u2026und viel zu Lernen<\/strong><\/h3>\n<p>Wir bekamen eine gratis F\u00fchrung, welche sie andern Touristen anbieten. Dabei erkl\u00e4rten sie uns die traditionellen Waffen und wie sie Schmuck herstellten. Zudem \u00abdurften\u00bb wir (es war zwar eher ein \u00abm\u00fcssen\u00bb), uns als H\u00e4uptling und Frau verkleiden mit traditioneller Kleidung. Naja, ich mag solches Zeug ja nicht so, aber lustig war\u2019s dann trotzdem.<\/p>\n<p>Unser Spanisch wird wohl auch langsam immer besser. Denn man muss viel zuh\u00f6ren und bekommt die ganze Familiengeschichte und sonst noch alles m\u00f6gliche (und unm\u00f6gliche) erz\u00e4hlt. Zudem muss man sich ja irgendwie verst\u00e4ndigen und auch wenn uns f\u00fcr vieles noch die Gestik und Mimik hilft, so lernen wir doch auch immer mehr W\u00f6rter dazu. Aber was gibt es besseres als das, um eine Sprache zu lernen?!<\/p>\n<p>Und Hifi weiss jetzt auch, wof\u00fcr man (Mann) alles eine Machete gebrauchen kann. Also als erstes mal, um den Jungel auszulichten und alles tot zu hacken, was einem \u00fcber den Weg l\u00e4uft. (Soweit kennen wir den Gebrauch einer Machete ja auch noch.) Aber man kann mit einer Machete auch Blech schneiden, Holz hacken, B\u00e4ume f\u00e4llen und zerkleinern. Nat\u00fcrlich auch alles abl\u00e4ngen und k\u00fcrzen. Und noch vieles, vieles mehr. Ein Wunder, dass sie diese nicht auch zum Kochen und Essen gebrauchen. Eine Machete ist eigentlich eine Verl\u00e4ngerung des Arms und wird mit viel Geschick und Pr\u00e4zision eingesetzt. Die M\u00e4nner brauchen sie f\u00fcr fast alles und fangen schon von Klein auf an zu \u00fcben. Aber sie wird auch von Frauen benutzt.<br \/> Hifi hat nun nat\u00fcrlich auch eine\u2026!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>N\u00e4chtlicher Ausflug<\/strong><\/h3>\n<p>Eines Abends, wir waren schon im Bett, kam Carola weinend zu uns und sagte, dass ihre Tochter krank sei. Diese wohne aber etwa 15 Kilometer ausserhalb der Stadt und sie h\u00e4tten keine M\u00f6glichkeit, zu ihr zu gelangen. Nat\u00fcrlich boten wir an, sie hin zu fahren. Wir krochen also zu viert in unser Auto und fuhren los. Zuerst mussten wir jedoch in die Stadt, um Medikamente zu besorgen (wie gesagt, sie haben nichts vorr\u00e4tig zu Hause). Es war bereits 11 Uhr nachts und wir suchten eine Weile, bis wir eine Notfallapotheke fanden, die noch ge\u00f6ffnet war. Danach fuhren wir zur \u00e4ltesten Tochter Susanna, deren Haus wir im dunkeln zuerst nicht mal fanden. Nach mehrerem Hin- und Herfahren, fanden wir es dann endlich. Enrique und Carola gingen dann sofort zu ihrer Tochter und wir warteten einfach im Auto. Enrique hat dann eine \u00abReinigung\u00bb mit Asche aus der Feuerstelle und Limonen gemacht. Zumindest hat er uns das so erkl\u00e4rt. Es muss jedenfalls geholfen haben, denn am n\u00e4chsten Tag ging es Susanna offenbar schon wieder besser. Nach etwa einer Stunde fuhren wir dann alle zusammen wieder zur\u00fcck und konnten auch noch ein bisschen Schlafen. Enrique und Carola hatten jedoch am n\u00e4chsten Tag eine Tagestour und mussten bereits um 5 Uhr wieder bereit sein, die Armen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Enrique wird 60<\/strong><\/h3>\n<p>Hier werden Geburtstage nicht sehr aufw\u00e4ndig gefeiert und Enrique meinte auch, er brauche keine Feier. Trotzdem organisierten die Frauen ein kleines Fest, wo die ganze Familie mit Kind und Kegel eingeladen wurden. Wir und die beiden andern Schweizer die hier sind, S\u00e4mi und Urs, waren nat\u00fcrlich auch eingeladen. Am Samstag standen alle Frauen in der K\u00fcche und es wurde gekocht und vorbereitet f\u00fcr den Sonntag. Und dann verschwand Enrique am Sonntag einfach! Er sagte, er gehe kurz in die Stadt und komme dann wieder. Nur dass er dann einfach nicht mehr auftauchte. Oje, da war dann schlechte Stimmung im Haus und man ging ihn suchen. Nach Stunden, sp\u00e4t am Abend, fand ihn der eine Sohn dann irgendwo bei einem Freund am Bier trinken und brachte ihn ziemlich angetrunken wieder nach Hause. (Man muss wissen: Wenn man in Ecuador zum Trinken eingeladen wird, dann darf man nicht nach einem Bier aufh\u00f6ren, sondern muss gleich gaaaanz viele trinken.) Haha, das war ja eine Gaudi! (Wir vermuteten ja, dass er eigentlich vor der Feier geflohen ist.)<br \/> Doch nun konnten wir endlich mit Essen beginnen und das Fest war gerettet. Am Schluss wurde dann noch eine Torte mit Kerzen gebracht. Enrique musste sie ausblasen und bekam zum Dank die Torte ins Gesicht gedr\u00fcckt! Das ist offenbar ein Brauch hier und alle hatten mega Spass dabei. F\u00fcr uns war es ein sch\u00f6ner und spannender Abend mit viel Gel\u00e4chter und gutem Essen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Abschied nehmen ist schwer<\/strong><\/h3>\n<p>Der Abschied von dieser herzlichen und liebenswerten Familie fiel uns sehr schwer! Sie wollten uns auch fast nicht gehen lassen und es flossen sogar ein paar Tr\u00e4nen. Doch das geh\u00f6rt halt leider beim Reisen auch dazu. Wir werden noch lange an sie denken und die Erlebnisse in Erinnerung behalten. Muchas Gracias por todos! Wir habe euch alle fest ins Herz geschlossen!<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; parallax__hover=&#8220;off&#8220; parallax_method__hover=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;off&#8220;][et_pb_sidebar orientation=&#8220;right&#8220; area=&#8220;sidebar-1&#8243; admin_label=&#8220;Seitenleiste&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.74&#8243; header_font=&#8220;|on|||&#8220; header_text_color=&#8220;#63430c&#8220; header_font_size=&#8220;16&#8243; body_font_size=&#8220;13&#8243; body_line_height=&#8220;1.3em&#8220; remove_border=&#8220;off&#8220;] [\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; admin_label=&#8220;Sektion&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.74&#8243; background_color=&#8220;rgba(135,117,79,0.2)&#8220; transparent_background=&#8220;off&#8220;][et_pb_row use_custom_gutter=&#8220;on&#8220; gutter_width=&#8220;1&#8243; custom_padding=&#8220;27px|0px|0px|0px&#8220; admin_label=&#8220;Zeile&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.48&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220; custom_padding=&#8220;||20px|&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<h2><strong>Bei den Witotos zuhause<\/strong><\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_gallery gallery_ids=&#8220;2428,2416,2417,2418,2419,2420,2421,2422,2423,2424,2425,2426,2429,2430,2431,2432,2433,2434,2435,2436,2453,2438,2437,2439,2440,2442,2443,2444,2445,2446,2447,2448,2449,2450,2451,2452&#8243; posts_number=&#8220;100&#8243; show_title_and_caption=&#8220;off&#8220; show_pagination=&#8220;off&#8220; hover_overlay_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.9)&#8220; admin_label=&#8220;Galerie&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;] [\/et_pb_gallery][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row admin_label=&#8220;Zeile&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.48&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;on&#8220;][et_pb_post_nav in_same_term=&#8220;off&#8220; admin_label=&#8220;Beitragsnavigierung&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.87&#8243; title_font=&#8220;|on|||&#8220; title_font_size=&#8220;16px&#8220; border_width_all=&#8220;0px&#8220; border_color_all=&#8220;#e09900&#8243; border_style_all=&#8220;solid&#8220; custom_padding=&#8220;5px|10px|5px|10px&#8220; use_border_color=&#8220;on&#8220; border_color=&#8220;#e09900&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; hide_prev=&#8220;off&#8220; hide_next=&#8220;off&#8220;] [\/et_pb_post_nav][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestrandet in EcuadorAls wir Anfang August in Ecuador ankamen, blieben wir gleich eine ganze Woche auf dem ersten Camping, der Finca Sommerwind h\u00e4ngen. 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Das ist ein Campingplatz, der von einem deutschen Paar gef\u00fchrt wird. Dieser friedliche Ort hat sich zu einem Hotspot f\u00fcr Reisende entwickelt und wird von fast allen Durchreisenden mit Autos genutzt. Entsprechend trafen wir dort auch viele Reisende an und genossen das gesellige Zusammensein.\n\nEinmal machten wir noch einen kleinen Tagesausflug nach Otavalo. Dort gibt es einen riesengrossen, farbenfrohen Markt. Das war wirklich ein Besuch wert und wir kauften viele sch\u00f6ne Sachen, w\u00e4hrend wir gem\u00fctlich durch die Marktst\u00e4nde schlenderten. Die Verk\u00e4uferinnen tragen bunte Trachten und die Waren welche sie verkaufen, sind uns oft unbekannt. Wir durften aber auch viele neue Fr\u00fcchte probieren, wenn wir fragten was das denn sei.\n\n&nbsp;\n\n[\/et_pb_text][et_pb_gallery gallery_ids=\"2407,2405,2406\" fullwidth=\"on\" admin_label=\"Galerie\" _builder_version=\"3.0.87\" use_border_color=\"off\" border_color=\"#ffffff\" border_style=\"solid\"] [\/et_pb_gallery][et_pb_text admin_label=\"Text\" _builder_version=\"3.0.87\" text_text_color=\"#000000\" background_size=\"initial\" background_position=\"top_left\" background_repeat=\"repeat\" use_border_color=\"off\" border_color=\"#ffffff\" border_style=\"solid\"]\n\nNach einer Woche fanden wir es dann an der Zeit, etwas weiter zu ziehen um mehr von Ecuador zu entdecken. Weit kamen wir zwar nicht.\n\nWir fuhren ins Amazonasgebiet nach Coca, wo wir eine sehr spannende Tour in den Jungel machten (siehe vorheriger Bericht). F\u00fcnf Tage dauerte die Tour mit den Witotos. Danach lud uns die Familie Grefa zu sich nach Hause ein. Wir seien willkommen, um noch etwas zu bleiben, falls wir wollen. Wir wollten. Denn zum einen waren uns Enrique und Carola bereits sehr ans Herz gewachsen und ihr Zuhause direkt am Fluss ist idyllisch. Zum andern hatte Hifi Lust, mal wieder ein bisschen zu werkeln und hier gab es gaaaanz viel zu tun. Da leuchteten seine Augen gleich auf vor lauter Ideen und Tatendrang. Wir entschieden uns also, hier ein paar Tage zu bleiben und etwas zu helfen, wo wir konnten. Zum Schluss blieben wir \u00fcber eine Woche, also insgesamt etwa zwei Wochen in Coca (inkl. Amazonas-Tour).\n<h2><strong>Die Familie Grefa<\/strong><\/h2>\nBei der Familie Grefa wohnen Enrique und Carola und zwei ihrer T\u00f6chter, Doris und Talia. Der Sohn Freddy ist mit einer deutschen Frau, Kerstin, verheiratet und wohnt gleich nebenan in einem Haus. Sie haben zwei kleine Jungs. Alle zusammen f\u00fchren sie das Touristenunternehmen Witoto Tour, das Touren in den Jungel und auch kurze Exkursionen auf dem Fluss und zu ihnen nach Hause anbietet. Sie wohnen direkt am Fluss und bewegen sich meistens mit dem Kanu zwischen ihrem Haus und der Stadt hin und her. Ihr Zuhause ist sehr einfach eingerichtet und dennoch komfortabler als manch anderes was wir gesehen haben. Sie haben zudem einen Hausaffen, Dominga, welcher sich frei bewegt aber immer da bleibt. Sie kommt immer am Ast herunter und spielt mit einem oder freut sich \u00fcber Fr\u00fcchte. Manchmal kommen auch noch andere kleine \u00c4ffchen im Rudel vorbei und spielen ein bisschen in den B\u00e4umen herum.\n<h2><strong>Es gibt viel zu Tun\u2026<\/strong><\/h2>\nAm liebsten h\u00e4tte Hifi den Grefas ja eine neue Treppe vom Fluss her gebaut. Am besten gleich inklusive neuem Steg und Floss zum Anlegen. Diese Idee stiess zwar auf offene Ohren bei den J\u00fcngeren, jedoch war der Senior (Enrique) offensichtlich nicht ganz so begeistert. Das bisherige tat es ja auch noch. (Obwohl die Stufen morsch sind, das Floss fast auseinander f\u00e4llt und alles zusammen sehr gef\u00e4hrlich zu begehen ist. Und die brauchen das jeden Tag, da es der Zugang zu ihrem Zuhause ist. Zudem kommen auch alle paar Tage Touristen vorbei f\u00fcr eine F\u00fchrung\u2026)\n\nAlso half Hifi beim Flicken des alten Kanus, welches Enrique wieder instand setzen will, wobei er viel \u00fcber Bootsbau gelernt hat. Und ich liess mich darauf ein, ihnen eine neue Website zu machen, oder zumindest dabei zu helfen. Diese ist aber leider bis jetzt noch nicht fertig und online.\nEs hat uns Spass gemacht zu helfen und die Familie freute sich sehr dar\u00fcber. Doch wir stiessen auch immer mal wieder an Grenzen. Zum einen fehlt es hier einfach am Geld. Trotz der Arbeit im Tourismus verdienen die Grefas nicht sehr viel. Kerstin arbeitet als Sozialarbeiterin in einer Schule und finanziert so vieles mit.\nZudem ist die Einstellung hier so, dass man nichts an Lager hat. Man kauft immer alles erst dann, wenn man es wirklich braucht und auch dann nur genau so viel, wie man braucht. So gab es keinen einzigen Nagel oder eine Schraube im Haus um z.B. das Gartentor zu reparieren. Hifi ging also zuerst mal ein bisschen Einkaufen, und das in den n\u00e4chsten Tagen noch mehrmals.\n<h2><strong>\u2026und viel zu Lernen<\/strong><\/h2>\nWir bekamen eine gratis F\u00fchrung, welche sie andern Touristen anbieten. Dabei erkl\u00e4rten sie uns die traditionellen Waffen und wie sie Schmuck herstellten. Zudem \u00abdurften\u00bb wir (es war zwar eher ein \u00abm\u00fcssen\u00bb), uns als H\u00e4uptling und Frau verkleiden mit traditioneller Kleidung. Naja, ich mag solches Zeug ja nicht so, aber lustig war\u2019s dann trotzdem.\n\nUnser Spanisch wird wohl auch langsam immer besser. Denn man muss viel zuh\u00f6ren und bekommt die ganze Familiengeschichte und sonst noch alles m\u00f6gliche (und unm\u00f6gliche) erz\u00e4hlt. Zudem muss man sich ja irgendwie verst\u00e4ndigen und auch wenn uns f\u00fcr vieles noch die Gestik und Mimik hilft, so lernen wir doch auch immer mehr W\u00f6rter dazu. Aber was gibt es besseres als das, um eine Sprache zu lernen?!\n\nUnd Hifi weiss jetzt auch, wof\u00fcr man (Mann) alles eine Machete gebrauchen kann. Also als erstes mal, um den Jungel auszulichten und alles tot zu hacken, was einem \u00fcber den Weg l\u00e4uft. (Soweit kennen wir den Gebrauch einer Machete ja auch noch.) Aber man kann mit einer Machete auch Blech schneiden, Holz hacken, B\u00e4ume f\u00e4llen und zerkleinern. Nat\u00fcrlich auch alles abl\u00e4ngen und k\u00fcrzen. Und noch vieles, vieles mehr. Ein Wunder, dass sie diese nicht auch zum Kochen und Essen gebrauchen. Eine Machete ist eigentlich eine Verl\u00e4ngerung des Arms und wird mit viel Geschick und Pr\u00e4zision eingesetzt. Die M\u00e4nner brauchen sie f\u00fcr fast alles und fangen schon von Klein auf an zu \u00fcben. Aber sie wird auch von Frauen benutzt.\nHifi hat nun nat\u00fcrlich auch eine\u2026!\n<h2><strong>N\u00e4chtlicher Ausflug<\/strong><\/h2>\nEines Abends, wir waren schon im Bett, kam Carola weinend zu uns und sagte, dass ihre Tochter krank sei. Diese wohne aber etwa 15 Kilometer ausserhalb der Stadt und sie h\u00e4tten keine M\u00f6glichkeit, zu ihr zu gelangen. Nat\u00fcrlich boten wir an, sie hin zu fahren. Wir krochen also zu viert in unser Auto und fuhren los. Zuerst mussten wir jedoch in die Stadt, um Medikamente zu besorgen (wie gesagt, sie haben nichts vorr\u00e4tig zu Hause). Es war bereits 11 Uhr nachts und wir suchten eine Weile, bis wir eine Notfallapotheke fanden, die noch ge\u00f6ffnet war. Danach fuhren wir zur \u00e4ltesten Tochter Susanna, deren Haus wir im dunkeln zuerst nicht mal fanden. Nach mehrerem Hin- und Herfahren, fanden wir es dann endlich. Enrique und Carola gingen dann sofort zu ihrer Tochter und wir warteten einfach im Auto. Enrique hat dann eine \u00abReinigung\u00bb mit Asche aus der Feuerstelle und Limonen gemacht. Zumindest hat er uns das so erkl\u00e4rt. Es muss jedenfalls geholfen haben, denn am n\u00e4chsten Tag ging es Susanna offenbar schon wieder besser. Nach etwa einer Stunde fuhren wir dann alle zusammen wieder zur\u00fcck und konnten auch noch ein bisschen Schlafen. Enrique und Carola hatten jedoch am n\u00e4chsten Tag eine Tagestour und mussten bereits um 5 Uhr wieder bereit sein, die Armen!\n<h2><strong>Enrique wird 60<\/strong><\/h2>\nHier werden Geburtstage nicht sehr aufw\u00e4ndig gefeiert und Enrique meinte auch, er brauche keine Feier. Trotzdem organisierten die Frauen ein kleines Fest, wo die ganze Familie mit Kind und Kegel eingeladen wurden. Wir und die beiden andern Schweizer die hier sind, S\u00e4mi und Urs, waren nat\u00fcrlich auch eingeladen. Am Samstag standen alle Frauen in der K\u00fcche und es wurde gekocht und vorbereitet f\u00fcr den Sonntag. Und dann verschwand Enrique am Sonntag einfach! Er sagte, er gehe kurz in die Stadt und komme dann wieder. Nur dass er dann einfach nicht mehr auftauchte. Oje, da war dann schlechte Stimmung im Haus und man ging ihn suchen. Nach Stunden, sp\u00e4t am Abend, fand ihn der eine Sohn dann irgendwo bei einem Freund am Bier trinken und brachte ihn ziemlich angetrunken wieder nach Hause. (Man muss wissen: Wenn man in Ecuador zum Trinken eingeladen wird, dann darf man nicht nach einem Bier aufh\u00f6ren, sondern muss gleich gaaaanz viele trinken.) Haha, das war ja eine Gaudi! (Wir vermuteten ja, dass er eigentlich vor der Feier geflohen ist.)\nDoch nun konnten wir endlich mit Essen beginnen und das Fest war gerettet. Am Schluss wurde dann noch eine Torte mit Kerzen gebracht. Enrique musste sie ausblasen und bekam zum Dank die Torte ins Gesicht gedr\u00fcckt! Das ist offenbar ein Brauch hier und alle hatten mega Spass dabei. F\u00fcr uns war es ein sch\u00f6ner und spannender Abend mit viel Gel\u00e4chter und gutem Essen.\n<h2><strong>Abschied nehmen ist schwer<\/strong><\/h2>\nDer Abschied von dieser herzlichen und liebenswerten Familie fiel uns sehr schwer! Sie wollten uns auch fast nicht gehen lassen und es flossen sogar ein paar Tr\u00e4nen. Doch das geh\u00f6rt halt leider beim Reisen auch dazu. Wir werden noch lange an sie denken und die Erlebnisse in Erinnerung behalten. Muchas Gracias por todos! Wir habe euch alle fest ins Herz geschlossen!\n\n[\/et_pb_text][\/et_pb_column_inner][\/et_pb_row_inner][\/et_pb_column][et_pb_column type=\"1_4\" _builder_version=\"3.0.47\" parallax=\"off\" parallax__hover=\"off\" parallax_method=\"off\" parallax_method__hover=\"off\"][et_pb_sidebar orientation=\"right\" area=\"sidebar-1\" admin_label=\"Seitenleiste\" _builder_version=\"3.0.74\" header_font=\"|on|||\" header_text_color=\"#63430c\" header_font_size=\"16\" body_font_size=\"13\" body_line_height=\"1.3em\" remove_border=\"off\"] [\/et_pb_sidebar][\/et_pb_column][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=\"1\" admin_label=\"Sektion\" _builder_version=\"3.0.74\" background_color=\"rgba(135,117,79,0.2)\" transparent_background=\"off\"][et_pb_row use_custom_gutter=\"on\" gutter_width=\"1\" custom_padding=\"27px|0px|0px|0px\" admin_label=\"Zeile\" _builder_version=\"3.0.48\" background_size=\"initial\" background_position=\"top_left\" background_repeat=\"repeat\"][et_pb_column type=\"4_4\" _builder_version=\"3.0.47\" parallax=\"off\" parallax_method=\"on\"][et_pb_text admin_label=\"Text\" _builder_version=\"3.0.87\" text_text_color=\"#000000\" background_size=\"initial\" background_position=\"top_left\" background_repeat=\"repeat\" custom_padding=\"||20px|\" use_border_color=\"off\" border_color=\"#ffffff\" border_style=\"solid\"]\n<h2><strong>Bei den Witoto\u2019s zuhause<\/strong><\/h2>\n[\/et_pb_text][et_pb_gallery gallery_ids=\"2428,2416,2417,2418,2419,2420,2421,2422,2423,2424,2425,2426,2429,2430,2431,2432,2433,2434,2435,2436,2453,2438,2437,2439,2440,2442,2443,2444,2445,2446,2447,2448,2449,2450,2451,2452\" posts_number=\"100\" show_title_and_caption=\"off\" show_pagination=\"off\" hover_overlay_color=\"rgba(255,255,255,0.9)\" admin_label=\"Galerie\" _builder_version=\"3.0.87\" use_border_color=\"off\" border_color=\"#ffffff\" border_style=\"solid\"] [\/et_pb_gallery][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row admin_label=\"Zeile\" _builder_version=\"3.0.48\" background_size=\"initial\" background_position=\"top_left\" background_repeat=\"repeat\"][et_pb_column type=\"4_4\" _builder_version=\"3.0.47\" parallax=\"off\" parallax_method=\"on\"][et_pb_post_nav in_same_term=\"off\" admin_label=\"Beitragsnavigierung\" _builder_version=\"3.0.87\" title_font=\"|on|||\" title_font_size=\"16px\" border_width_all=\"0px\" border_color_all=\"#e09900\" border_style_all=\"solid\" custom_padding=\"5px|10px|5px|10px\" use_border_color=\"on\" border_color=\"#e09900\" border_style=\"solid\" hide_prev=\"off\" hide_next=\"off\"] [\/et_pb_post_nav][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]","_et_gb_content_width":"","_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[44,53,54],"tags":[],"class_list":["post-2401","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ecuador","category-geschichten","category-suedamerika"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2401","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2401"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2401\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7958,"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2401\/revisions\/7958"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2401"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2401"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gufligers.ch\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2401"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}