Russenzopf

von | 1. Mai 2018

Der Herbst im tiefsten chilenischen Patagonien wurde von Tag zu Tag regnerischer und kälter. Und unsere Ersatzteile wollten einfach nicht ankommen. Was bleibt einem da anderes übrig, als Mate zu schlürfen und Kuchen zu backen… Da auch die feinste Rüeblitorte mit der Zeit verleidet, musste etwas neues im Omnia ausprobiert werden: Ein Russenzopf.

Zutaten

  • 300 Gramm Weissmehl
  • 1 Teelöffel Salz
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 50 Gramm Butter
  • 1 Deziliter Milch
  • 1 Ei
  • Hefe, Menge passend für 300 Gramm Mehl
  • 100 Gramm gemahlene Mandeln
  • 1 Apfel
  • 20 Gramm Wiibeeri (Rosinen)
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 1 Esslöffel Zimt
  • 1 Zitrone (abgeriebene Schale und die Hälfte vom Saft)
  • 1 grosszügiger Schluck Milch
  • Konfitüre (Aprikose oder hier in Patagonien Calafate-Beere)
  • 50 Gramm Puderzucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • Ein wenig Kirsch oder Rhum

Zubereitung

  • Für den Teig das Mehl mit dem Zucker und dem Salz vermischen und in die Mitte eine kleine Mulde drücken.
  • Die Butter in einer Pfanne schmelzen. Wenn die Butter sich etwas abgekühlt hat die Eier, die Milch und die Hefe dazugeben. Das hat den Vorteil, dass sich die Hefe schön auflöst und sich besser verteilt.
  • Anschliessend die Butter-Sauce zum Mehl dazugeben und den Teig kneten. Richtig gut durchgeknetet ist der Teig, wenn kleine Luftblasen sichtbar werden, wenn man ihn anschneidet.
  • Den Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und auf das doppelte aufgehen lassen. Hier im kalten Patagonien kann das schon mal zwei Stunden dauern. Aber wir haben ja mehr als genügend Zeit…
  • Die Wartezeit, bis der Teig aufgegangen ist, kann man nutzen und bereits die Füllung zubereiten. Und natürlich die Mandeln zu mahlen. Die detaillierte Anleitung dazu findest du bei der Rüeblitorte (klein hacken und dann mahlen).
  • Zu den gemahlenen Mandeln gibst du den Zucker und den Zimt dazu. Anschliessend raffelst du den Apfel und die Schale der Zitrone dazu und mischst noch eine Hand voll Wiibeeri darunter. Und zu guter letzt rührst du noch die Milch und die Hälfte des Zitronensafts darunter.
  • Den Teig auf einem Backpapier etwa drei Millimeter dick auswallen. Damit der Teig nicht all zu fest am Papier kleben bleibt, musst du ihn regelmässig davon lösen und auf den Kopf drehen – viel Spass dabei…
    Am Schluss sollte der Teig etwa 40 mal 30 Zentimeter gross sein.
  • Den ausgewallenen Teig bestreichst du mit deiner Lieblingconfitüre. Sandra vom Torres del Simpson Camping sponserte dafür selbst gemachte Mermelada de Calafate – lecker!
  • Auf die Confitüre verteilst du gleichmässig die restliche Füllung. Damit die Teigrolle besser zusammenhält, ist es von Vorteil, wenn du rundherum einen Rand von zirka zwei Zentimeter frei lässt.
  • Den Teig rollst du mit Hilfe des Backpapiers längs zu einer Rolle. Fixiere das saubere Teigende am Schluss mit Hilfe von etwas Milch und positioniere es unten (so dass die Rolle nicht gleich wieder aufgeht).
  • Für die weitere Verarbeitung ist es einfacher, wenn die Kuchenrolle im Kühlschrank ein paar Stunden herunterkühlt. Das ist nicht zwingend, aber es geht einfacher und der Teig kann nochmals etwas aufgehen…
  • Die Rolle schneidest du anschliessend längs auf. Dabei am Anfang ein, zwei Zentimeter auslassen, damit nicht alles komplett auseinander fällt.
  • Die beiden Hälften mit den Schnittkanten nach oben gedreht sprialförmig verschlingen und sorgfältig in den Omnia legen.
  • Backen: Den Omnia voll aufheizen und anschliessend den Russenzopf nochmals eine halbe Stunde bei mittlerer Temperatur fertigbacken. Damit der Boden und die Seiten nicht so dunkel werden hat es sich bewährt, die Temperatur lieber etwas niedriger zu wählen, dafür ein paar Minuten länger zu backen.
  • Für den Zuckerguss den Puderzucker mit einem Schluck Schnaps und dem Zitronensaft gut verrühren. Wenn die Glasur zu dickflüssig ist, kannst du sie mit ein wenig Wasser verdünnen.Sobald der Zopf fertig gebacken ist, den Guss über den noch warmen Kuchen giessen und mit einem Pinsel verstreichen. So kann er schön in den Teig einziehen.

Und auftischen

Den Russenzopf gibt es bei uns zu hause zum Kaffeekränzchen. Im herbstlichen Patagonien passt aber ein Mate oder ein chilenischer Wein einfach besser.

Än guete mitänand!

Im Omnia besteht die Möglichkeit, den Russenzopf etwas grösser zu machen. Nimm von allen Zutaten die eineinhalbfache Menge. Den Teig wallst du rund 45 bis 50cm lang aus, dafür aber breiter. Dadurch wird der Zopf voluminöser bei nicht viel mehr Oberfläche. Denn das Beste am Russenzopf ist meiner Meinung nach der Inhalt und nicht die Rinde.

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